Volksfunding mit der Raiffeisenbank


„Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“ – Friedrich Wilhelm Raiffeisen war ein echter Krautfunder. Schon die ersten genossenschaftlich organisierten Spar- und Darlehenskassen im 19. Jahrhundert setzten in punkto Selbsthilfe auf das Prinzip der Schwarmfinanzierung. Raiffeisens Urenkel nehmen den Claim auch im Web 2.0 beim Wort. Der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken hat nun unter www.viele-schaffen-mehr.de eine Crowdfunding-Plattform gestartet. Sie soll BankkundInnen an das Thema netzgestützte Massenspenden heranführen, und ihnen ermöglichen, per Mausklick konkrete Projekte in der Region zu unterstützen. Kernaufgabe sei, so das Mission Statement, „Menschen beim Erreichen ihrer Ziele zu unterstützen“. Und zwar jenseits von „Profitmaximierung“. Weiterlesen »

Erstes Krautpublishing mit Bitcoins erfolgreich


Preisfrage: In welcher Währung sollte die Crowdfunding-Kampagne für ein Buch zum Thema Bitcoins laufen? Euro, Dollar, Pfund? Nee, richtig: Bitcoins natürlich. Genau das macht neuerdings die britische Crowdpublishing-Plattform Unbound, ohnehin ein Vorreiter auf dem Gebiet der Subskription 2.0 – schon seit Mitte 2011 sammeln dort unabhängige Autoren (daher der Name: unbound) fleissig Vorbestellungen für ihre Buchprojekte. Bisher zahlte man zwar elektronisch, aber mit “normalem” Geld, britischen Pfund genauer gesagt. Die Kampagne für Dominic Frisbys Sachbuchprojekt “Bitcoin – The Future of Money” brachte dann im Februar 2014 den Stein in Richtung Kryptowährung ins Rollen. Als schon in kurzer Zeit etwa 70 Prozent der benötigten Summe zusammengekommen waren, entschied sich das Unbound-Team, nun auch Zahlungen mit Bitcoins zu aktzeptieren. Das sorgte offenbar noch mal für zusätzliche Aufmerksamkeit: Diese Woche hat „Bitcoin – The Future of Money“ das Funding-Ziel nicht nur erreicht, sondern mit 125 Prozent sogar deutlich übererfüllt: mit knapp 300 Vorbestellungen kamen umgerechnet mehr als 11.000 Euro zusammen, ein Teil davon in Form von Kryptogeld-Überweisungen. Wieviele Unterstützer mit Bitcoins bezahlt haben und wie groß der Gesamtanteil an der Spendensumme war, wird Unbound ja hoffentlich noch bekannt geben…

Krautfunding auf dem Acker


Krautfunding geht auch anders: wer Gemüse im Abo beim Hof um die Ecke bestellt oder Mitglied einer Genossenschaft wird, kann so zum Beispiel alternativ wirtschaftende Höfe unterstützen. Der Demeter-Hof Apfeltraum östlich von Berlin hat sich etwas ganz besonderes einfallen lassen, um die Kraft der Crowd anzuzapfen – nämlich eine Aktiengesellschaft. Ein Börsengang ist dabei aber nicht geplant, es geht um sozial-ökologische Rendite: wer Anteilsscheine zeichnet, unterstützt etwa die nachhaltige Sanierung der Gebäudesubstanz, den Betrieb einer bio-dynamischen Großküche und andere Hofprojekte. Funktioniert das wirklich? Für die taz-Beilage Anthroposophie sprach ich mit Jakob Ganten, studierter Landwirt und Mitgründer der „Hof Apfeltraum AG“. [Weiterlesen auf taz.de]

Readfy: Krautinvestoren disrupten die Buchbranche


Hello, Goodbye: “E-Book-Piraterie: die Crowd sagt ‘Tschööö!’” – so warb Readfy seit Februar um die Gunst der Krautinvestoren. Um die für den Nutzer kostenlose Flatrate-Lese-App (E-Book-News berichtete) zu realisieren, setzt das Startup nicht nur auf Sponsoring, sondern auch auf Schwarmfinanzierung. Und die Crowd hat mehr als nur “Hallo” gesagt – über die Plattform Companista kamen bis 24. März 2014 insgesamt 500.000 Euro Kapital zusammen. Einzelne Anteile konnte man dabei zum Preis von 5 Euro erwerben. [Weiterlesen auf E-Book-News]

“Drachenväter” wird zum Krautpublishing-Erfolg


Die “Drachenväter” haben den nächsten Level erreicht – auf Startnext sammelte das Krautpublishing-Projekt zur Geschichte des klassischen Rollenspiels (E-Book-News berichtete) schon fast 15.000 Euro ein, das Minimum lag bei 10.000 Euro. Neben direkten Spenden wurde das Buch selbst fast 300 mal vorbestellt (in der Version Print sowie Print plus E-Book). Damit haben es die Drachenväter-Väter Tom Hillenbrand und Konrad Lischka im Bereich Literatur in die Top 3 von Deutschlands größter Krautfunding-Plattform geschafft. [Weiterlesen auf E-Book-News]

100fans.de: Krautpublishing-Plattform nur für Bücher


Die digitale Aufmerksamkeits-Ökonomie glaubt an das Gesetz der großen Zahl. Bei Plattformen à la 10000flies.de kann man das sogar schon am Namen ablesen. Es geht jedoch auch etwas kleiner, wie man an Kevin Kellys berühmter These von den „1.000 true fans“ sehen kann – demnach reichen 1.000 engagierte Unterstützer aus, um ein Projekt zu verwirklichen. Die Krautpublishing-Plattform 100fans.de sieht es noch ein bisschen sportlicher: auf dem von der Münchner Verlagsgruppe ins Leben gerufenen Portal reichen nämlich 100 Vorbestellungen aus, um ein Buch zu produzieren und in den Handel zu bringen. Kommen 1000 Vorbestellungen, wird ein Titel sogar in das offizielle Verlagsprogramm aufgenommen. (Weiterlesen auf E-Book-News)

Krautreporter.de knackt 100.000-Euro-Marke


Hat Journalismus im digitalen Zeitalter noch eine Chance? Als Krautpublishing vielleicht schon – das beweist der Erfolg von Krautreporter.de – die erst Anfang 2013 gestartete Crowdfunding-Plattform für journalistische Projekte hat gerade die 100.000-Euro-Marke geknackt. Insgesamt wurden mit Hilfe der Crowd 20 Reportagen, Bücher oder Online-Aktionen finanziert, fünf Kampagnen scheiterten, was einer Erfolgsquote von 80 Prozent entspricht. Weiterlesen auf E-Book-News

Storytelling-Portal Wattpad startet “Fan-Funding”


Wer Crowdfunding betreibt, muss die Crowd organisieren, und das geht am besten mit Hilfe von Social Media. So liegt es nahe, das Crowdfunding-Netzwerke wie etwa Flattr sich selbst in Richtung eines sozialen Netzwerks entwicklen. Doch der umgekehrte Weg macht natürlich genauso Sinn – wie man jetzt bei Wattpad beobachten kann: die boomende Storytelling-Community made in Kanada bietet jetzt “Fan-Funding” an. AutorInnen können für E-Book-Projekte ein Spendenziel formulieren und haben dann 30 Tage lang Zeit, unter den Wattpaddern genügend Unterstützer zu sammeln. Weiterlesen auf E-Book-News

Krautfunding 3.0 ist da: 100 Seiten Dankeschön-Ökonomie


Vor einem Jahr erschien die zweite Auflage meines Krautfunding-Buchs. Jetzt ist es höchste Zeit für eine dritte Auflage: Denn die deutsche Dankeschön-Ökonomie entwickelt sich rasant weiter. Klassische Crowdfunding-Plattformen sammelten im Jahr 2012 bereits mehr als 2 Millionen Euro. Davon profitiert auch das Krautpublishing – verschiedene Buchprojekte erzielten via Startnext fünfstellige Beträge, darunter etwa „Eine neue Version ist verfügbar“, das „Google+Buch für Jedermann“ oder der „Schul-buch-omat“. Zugleich wird der Krautfunding-Sektor immer vielfältiger: Mit nordstarter.org gibt’s die erste regionale Plattform, sciencestarter.de hat sich auf crowdgefundete Wissenschaft spezialisiert, krautreporter.de auf spendenfinanzierten Journalismus. Größter Senkrechtstarter bleibt aber der Bereich Krautinvestment – netzaffine Kleinanleger steckten 2012 satte 4 Millionen Euro in die Projekte von erfolgversprechenden Startups, zehn mal soviel wie im Jahr zuvor. Weiterlesen »

Sponsoring schlägt Krautpublishing?


Ist Krautpublishing schon wieder out? Alpha-Blogger & Tech Evangelist Robert Scoble testet jedenfalls eine (zumindest für prominente Autoren) noch weitaus effektivere Fundraising-Methode: Sponsored Self-Publishing. Für das aktuelle Buchprojekt “Age of Context” machten sich Scoble und sein Ko-Autor Shel Israel auf die Suche nach zahlungskräftigen Unternehmen aus der IT-Branche. Das Thema des geplanten Sachbuchs eignete sich dafür ausgezeichnet – es geht um den Tech-Trend “Personalized Services”, von Google Glasses bis interaktivem Spielzeugfiguren. Innerhalb von 12 Monaten konnten sie knapp 100.000 Dollar einwerben, zu den Sponsoring-Partnern zählen AutoDesk, Betaworks und Microsoft, aber nicht ganz zufällig auch der Cloud-Computing-Spezialist Rackspace, für den Scoble als “Startup Liaison Officer” arbeitet. Denn gerade “Big Data” ist an kontextbasierten Geschäftsmodellen (Orte, Personen, Dinge) stark interessiert. Weiterlesen auf E-Book-News [Abb.: flickr/dtpancion – (cc) ]