Krautfunding

EPUBReader forever! Krautfunding rettet beliebtes Firefox Add-on


Das kostenlose Add-On EPUBReader macht Firefox zum E-Lesegerät: E-Books zum Beispiel bei Project Gutenberg oder Google Books lassen sich damit direkt im Browser öffnen. Mehr 400.000 Firefox-Nutzer lesen Tag für Tag auf diese Weise komfortabel via Desktop oder mobil, ohne eine externe App starten zu müssen. Doch damit das auch so bleibt, muss die Crowd in den nächsten Wochen ein bisschen investieren — siehe die aktuelle Kickstarter-Kampagne zur dringend notwendigen Weiterentwicklung von EPUBReader. Weiterlesen »

Volksfunding mit der Raiffeisenbank


„Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“ – Friedrich Wilhelm Raiffeisen war ein echter Krautfunder. Schon die ersten genossenschaftlich organisierten Spar- und Darlehenskassen im 19. Jahrhundert setzten in punkto Selbsthilfe auf das Prinzip der Schwarmfinanzierung. Raiffeisens Urenkel nehmen den Claim auch im Web 2.0 beim Wort. Der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken hat nun unter www.viele-schaffen-mehr.de eine Crowdfunding-Plattform gestartet. Sie soll BankkundInnen an das Thema netzgestützte Massenspenden heranführen, und ihnen ermöglichen, per Mausklick konkrete Projekte in der Region zu unterstützen. Kernaufgabe sei, so das Mission Statement, „Menschen beim Erreichen ihrer Ziele zu unterstützen“. Und zwar jenseits von „Profitmaximierung“. Weiterlesen »

Krautfunding auf dem Acker


Krautfunding geht auch anders: wer Gemüse im Abo beim Hof um die Ecke bestellt oder Mitglied einer Genossenschaft wird, kann so zum Beispiel alternativ wirtschaftende Höfe unterstützen. Der Demeter-Hof Apfeltraum östlich von Berlin hat sich etwas ganz besonderes einfallen lassen, um die Kraft der Crowd anzuzapfen – nämlich eine Aktiengesellschaft. Ein Börsengang ist dabei aber nicht geplant, es geht um sozial-ökologische Rendite: wer Anteilsscheine zeichnet, unterstützt etwa die nachhaltige Sanierung der Gebäudesubstanz, den Betrieb einer bio-dynamischen Großküche und andere Hofprojekte. Funktioniert das wirklich? Für die taz-Beilage Anthroposophie sprach ich mit Jakob Ganten, studierter Landwirt und Mitgründer der „Hof Apfeltraum AG“. [Weiterlesen auf taz.de]

100fans.de: Krautpublishing-Plattform nur für Bücher


Die digitale Aufmerksamkeits-Ökonomie glaubt an das Gesetz der großen Zahl. Bei Plattformen à la 10000flies.de kann man das sogar schon am Namen ablesen. Es geht jedoch auch etwas kleiner, wie man an Kevin Kellys berühmter These von den „1.000 true fans“ sehen kann – demnach reichen 1.000 engagierte Unterstützer aus, um ein Projekt zu verwirklichen. Die Krautpublishing-Plattform 100fans.de sieht es noch ein bisschen sportlicher: auf dem von der Münchner Verlagsgruppe ins Leben gerufenen Portal reichen nämlich 100 Vorbestellungen aus, um ein Buch zu produzieren und in den Handel zu bringen. Kommen 1000 Vorbestellungen, wird ein Titel sogar in das offizielle Verlagsprogramm aufgenommen. (Weiterlesen auf E-Book-News)

Krautfunding 3.0 ist da: 100 Seiten Dankeschön-Ökonomie


Vor einem Jahr erschien die zweite Auflage meines Krautfunding-Buchs. Jetzt ist es höchste Zeit für eine dritte Auflage: Denn die deutsche Dankeschön-Ökonomie entwickelt sich rasant weiter. Klassische Crowdfunding-Plattformen sammelten im Jahr 2012 bereits mehr als 2 Millionen Euro. Davon profitiert auch das Krautpublishing – verschiedene Buchprojekte erzielten via Startnext fünfstellige Beträge, darunter etwa „Eine neue Version ist verfügbar“, das „Google+Buch für Jedermann“ oder der „Schul-buch-omat“. Zugleich wird der Krautfunding-Sektor immer vielfältiger: Mit nordstarter.org gibt’s die erste regionale Plattform, sciencestarter.de hat sich auf crowdgefundete Wissenschaft spezialisiert, krautreporter.de auf spendenfinanzierten Journalismus. Größter Senkrechtstarter bleibt aber der Bereich Krautinvestment – netzaffine Kleinanleger steckten 2012 satte 4 Millionen Euro in die Projekte von erfolgversprechenden Startups, zehn mal soviel wie im Jahr zuvor. Weiterlesen »

Krautfunding-Rekord: störsender.tv sammelt 150.000 Euro


Satire darf alles. Aber sie kann offenbar auch alles – das zeigt das Online-Projekt Stoersender.tv mit Zugpferd Dieter Hildebrandt: über die Crowdfunding-Plattform startnext sammelten tausende Unterstützer insgesamt 150.000 Euro ein. Am Stichtag 9. Februar war das Spendenziel damit zu 122% überfinanziert. Bisher der größte Crowdfunding-Erfolg überhaupt in Deutschland – und zugleich auch eine politische Wegmarke. Die Crowd ist erwachsen geworden, und betreibt ab jetzt medienwirksames Agenda-Setting. Störsender waren bisher eher die öffentlich-rechtlichen Anstalten – da wurde eine unliebsame Satire-Sendung wie der Scheibenwischer auch mal abgeschaltet. Ab März wird nun zurückgestört, dann geht das Crossover-Projekt zwischen Kabarett, Journalismus und Polit-Kampagne an den Start. Weiterlesen »

krautreporter.de setzt auf spendenfinanzierten Journalismus made in Germany


Wird Crowdfunding in der Zeitungskrise zum Rettungsanker für aufwändige Hintergrundrecherchen? In den USA ist spendenfinanzierter Journalismus mittlerweile recht gut etabliert, über Plattformen à la Spot.us oder Kickstarter wurden bereits einige vielbeachtete Reportagen auf den Weg gebracht. Deutschland hinkt in Sachen „community funded journalism“ noch etwas hinterher – doch dank krautreporter.de könnte das bald anders werden. Das von den Journalisten Sebastian Esser und Wendelin Hübner gegründete Portal soll es auch hierzulande ermöglichen, anspruchsvolle publizistische Projekte zu verwirklichen, egal ob für Print, Rundfunk oder TV. Die Zeiten von „total buyout“ scheinen dabei ebenfalls vorbei zu sein: denn die Rechte an den Stories behalten die Autoren, die Erstveröffentlichung muss zudem auf krautreporter.de stattfinden.

Wie die meisten Crowdfunding-Plattformen funktioniert auch krautreporter.de nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip: Wird die definierte Spendensumme nicht erreicht, fließt das Geld an die Crowd zurück. An den Start ging krautreporter.de mit sechs aktiven Kampagnen, deren Budget von 1500 Euro bis 6.600 Euro reicht. Fürs erste wohl realistische Zahlen, denn die Plattform muss sich ihre Community ja erst noch aufbauen. Bis auf weiteres dürften viele Journalisten auch wohl eher mit der größten deutschen Crowdfunding-Plattform Startnext liebäugeln – denn auch die hat schließlich eine Journalismus-Rubrik. Nicht zu verachten ist aus Lesersicht natürlich auch die Möglichkeit, statt an einzelne Journalisten gleich an eine ganze Zeitung zu spenden, wie etwa über die taz-zahl-ich-Kampagne.

Krautfunding-Bilanz 2012: Investment-Boom, Marktbereinigung, Regionalisierung


Crowdfunding in Deutschland hat zwölf rasante Monate hinter sich. Mit klassischen Spendenkampagnen sammelten die Crowds der Krauts mehr als 2 Millionen Euro ein, vier mal mehr als im Jahr zuvor. Zu diesem Fazit kommt der Crowdfunding-Monitor des Branchenportals FuerGruender. Noch mehr Dynamik bewies jedoch der Crowdinvestment-Sektor – netzaffine Kleinanleger steckten satte 4 Millionen Euro in die Projekte von erfolgversprechenden Startups, zehn mal soviel wie 2011. Die erzielten Summen pro Projekt sind vergleichsweise gigantisch: der Durchschnitt liegt bei ca. 90.000 Euro. Beim traditionellen Crowdfunding dagegen erreichte eine durchschnittliche Kampagne im letzten Jahr gerade mal 4000 Euro – natürlich ging’s dabei aber vor allem um eine soziale Rendite. Weiterlesen »

Schulbuch-o-mat sammelt 10.000 Euro für erstes cc-lizensiertes Biologiebuch


Spannendes Finish, und dann Punktlandung: das Crowdfunding-Projekt Schulbuch-o-mat ist nach knapp zweieinhalb Monaten finanziert! Unter dem Motto „Freies Netzwissen rein – offenes eSchulbuch raus“ wollen Heiko Przyhodnik und Hans Hellfried Wedenig das erste freie elektronische Schulbuch Deutschlands publizieren: „ohne Verlage, ohne Urheberrecht, alles frei zu verwenden und zu kopieren“. Dafür setzen die Projektinitiatoren einerseits auf die Creative Commons-Lizenz (CC-BY), andererseits auf die Kraft der Crowd. Die hat sich bereits bewährt: Auf der Spendenplattform Startnext.de wurden in den vergangenen Wochen knapp 10.000 Euro von mehr als 200 Supportern gesammelt. Für die Krautfunding-Szene ein nicht alltäglicher Betrag – die meisten Kampagnen auf deutschen Plattformen haben deutlich niedrigere Zielmarken. Weiterlesen auf E-Book-News.de

Update: epub-Version jetzt via Kobo lieferbar


Seit wenigen Tagen bietet Kobo mit „Writing Life“ eine eigene Self-Publishing-Plattform an – eine prima Gelegenheit, dort gleich mal die epub-Version von „Krautfunding“ zu präsentieren. Im Kobo-Store kann man die DRM-freie Version bis Ende des Monats zum Preis von 1,99 Euro herunterladen, entweder via Browser oder direkt auf dem Kobo-Reader selbst. Dabei bleiben 70 Prozent des Nettopreises beim Autor. Wer möchte, kann „Krautfunding“ via Kobo sogar als Geschenk verschicken. Lesen lässt sich die epub-Version durch den Verzicht auf Kopierschutz übrigens problemlos mit allen gängigen E-Readern, Tablets oder Smartphones, allerdings nicht mit Amazons Kindle. Doch keine Sorge: Im Kindle-Store gibt’s die mobi-Version im selben Zeitraum natürlich ebenfalls preisreduziert.